Rosa Elefanten wären mir lieber gewesen

Die letzte Woche konntest Du ja ein wenig auf Facebook und Twitter mit verfolgen. Heute kannst Du alle Details dazu lesen. Ich hoffe, Du sitzt bequem, denn erstens wirst Du mir wahrscheinlich kein Wort glauben und zweitens ist echt viel passiert…

Dieses Mal fing es Dienstag an, also genau vor einer Woche.

Dienstag: 17.05.2016

Im Laufe des Tages entdecke ich auf einmal einen Zauberstab in meiner Küche. Ja, einen Zauberstab… ZAUBERSTAB! Nein, ich habe ihn nicht ausprobiert und kann Dir daher nicht sagen, ob er funktionierte. Und woher wusste ich, dass er einer ist? Na, weil das Teil so aussah!

 

ZauberstabGefunden

Mittwoch: 18.05.2016

Mittwoch ging es weiter: Zum Mittag hatte ich Pasta und als Nachtisch frische Himbeeren. Ich hatte jedoch nicht alle Himbeeren aufgegessen. Nach dem Mittagszeit machte ich einen Spaziergang und als ich wieder zu Hause war, fand ich meinen Teller so vor:

 

Himbeerteller

Ein paar Himbeeren fehlten und kann es sein, dass da auf dem Teller Fußspuren sind? Okay, sie sind winzig und somit nicht meine Schuhgröße, aber irgendwie sind sie so gleichmäßig… wie kleine Mini-Fußabdrücke.

Aber ich kam der Sache näher. Das kleine… ähm… nennen wir es mal „Wesen“… schien Himbeeren zu mögen. Also beschloss ich eine Himbeer-Falle zu bauen.

Dafür brauchte ich dann ein paar Baldriantropfen und Himbeeren. Schließlich wollte ich niemanden verletzen.

Ich kaufte die Baldriantropfen in der Apotheke und die Himbeeren gab es dann im Biomarkt. Zu Hause angekommen, mischte ich die Himbeeren mit drei Tropfen Baldrian, legte diese mit ein paar Weintrauben (ich kannte den Appetit des vermeintlichen „Wesens“ ja nicht) in ein Glas und stellte alles in der Küche hin.

 

Himbeerfalle

Allmählich war es auch Abend geworden und ich wurde müde. Es kann auch gut sein, dass ich ausversehen beim Mischen der Himbeeren vielleicht eine oder zwei Himbeeren selbst genascht habe… aber wirklich nur ausversehen…

 

Donnerstag: 19.05.2016

Als ich dann Donnerstagmorgen aus einem seeeeehr tiefen Schlaf wieder aufwachte, schlich ich mich sofort in die Küche…

Und ich konnte es nicht glauben. Ich bin noch mal aus der Küche ins Bad gelaufen, habe mir kaltes Wasser ins Gesicht gespritzt und bin wieder in die Küche. Da ich meinen Augen immer noch nicht traute, nahm ich meine Kamera und schoss ein Foto. Auf dem Foto war das Gleiche zu sehen, wie in real… Unglaublich… da lag ein kleines Wesen auf den Himbeeren und schlief tief und fest…

Ich ging näher und machte noch ein Foto… irgendwie ist die Kleine ja schon süß… Aber kann es sein, dass ich kurz vorm Durchdrehen bin?

 

HimberrFalleTrixie

Als ich dann noch ein Foto machen wollte, wurde sie wach und starte mich mit großen Augen an. Meine Augen waren vermutlich genauso riesig. Gefühlte Stunden starrten wir uns beide so an (in Echtzeit vielleicht 10 Sekunden…). Irgendwann kam von ihr ein „Die Himbeeren haben diesmal komisch geschmeckt.“ Ich antwortete: „Das liegt an den Baldrian-Tropfen.“ Sie: „Okay.“

WAAASSSSSS? Sprach ich da etwa mit einem kleinen Wesen? Okay, ich muss definitiv zum Arzt…. auf der Stelle…. sofort…. Schuhe anziehen und zum Arzt gehen… am besten den Arzt herkommen lassen… wo ist das Telefon…

„Hast Du meinen Zauberstab gefunden?“ Ich drehte mich wieder zu den Himbeer-Wesen um… Irgendwie musste ich wieder an den rosa Elefanten in der Küche denken. Der wäre mir, glaube ich, lieber gewesen…

Mir wurde ein wenig schwindelig und ich setzte mich daher auf den Boden. Das Himbeer-Wesen sah das und machte sich nun von den Himbeeren, über die Arbeitsplatte, entlang des Küchenschrankes auf den Weg zu mir. Mir wurde irgendwie immer komischer… Als sie dann an meinem Fuß war, mein Hosenbein hochkletterte und auf meinem Knie stand, drückte ich völlig neben mir auf den Auslöser der Kamera.

 

TrixlieKnie

Das Himbeer-Wesen stand auf meinem Knie und wir beide schauten uns ziemlich erschrocken an.

Stille…

Die Stille machte mich fertig – das Himbeer-Wesen auf meinem Knie ebenfalls. Also kratzte ich meinen letzten Rest an Mut zusammen (denn selbst wenn ich jetzt dabei war meinen Verstand zu verlieren – noch schlimmer konnte es auch nicht mehr werden, oder?) und fragte: „Wer bist Du? Was bist Du? Warum bist Du hier? Werde ich wahnsinnig?“ Dabei merkte ich , dass meine Stimme doch etwas schriller war, als ich zuerst dachte.

Sie setzte sich hin und fing wie völlig selbstverständlich an zu erzählen…

Unser Gespräch ging bis zum späten Abend und ganz ehrlich… ich war ziemlich fertig mit den Nerven. Ich brauchte auch eine ganze Weile um alles zu glauben ohne den Notarzt anzurufen… Daher kann ich mich auch kaum an alles erinnern.

Aber hier sind ein paar Details: Ihr Name ist Trixilie, sie ist eine Fee und braucht dringend ein neues zu Hause. Mit „ein neues zu Hause“ meint sie ein Buch, in dem sie leben kann. Sie möchte, dass ich ihr ein Buch zeichne. Bis ich es fertig habe, wird sie bei mir zu Hause wohnen. Es ist das erste Mal, dass sie in der Menschen-Welt ist, daher ist sie noch ein wenig schüchtern aber trotzdem sehr interessiert an den „Menschen-Sachen“.

Anmerkung: Ein paar Tage später (am Wochenende) hatten Trixilie und ich ein richtiges Interview.  Dies kannst Du am Donnerstag hier lesen.

 

Freitag: 20.05.2016

Da sich Trixilie nicht mehr verstecken wollte, schlief sie dann von Donnerstag zu Freitag in einem Sockenpaar (ja, sie waren frisch gewaschen…) neben meinem Kopfkissen. Das war schon seeeehr eigenartig. Aber irgendwie sah sie niedlich aus…

 

TrixlieinSocken

Aber ein Fee in einem Sockenpaar? Es war klar, es musste ein eigenes Bett für sie her. Die Bettherstellung ging recht schnell: eine kleine Schachtel + etwas Stoff + Watte = Bett …. Aaaaaaber es ist echt ungewohnt mit einer kleinen Fee über die Größe und Ausstattung eines Feen-Bettes zu diskutieren…

BettTrixilieSchläft

 

Samstag und Sonntag: 21. und 22.05.2016

Das Wochenende war wirklich spannend. Ich hatte einen riesigen Berg an Himbeeren, Weintrauben und Blaubeeren gekauft und fragte dieses kleine Feen-Wesen gefühlte Millionen Fragen. Teilweise war ich sehr von ihren Antworten beeindruckt. Manche habe ich aber auch einfach nicht verstanden und werde zu gegebenem Zeitpunkt nochmal nachfragen. Aber ließ Donnerstag einfach selbst.

Sonntagabend machte ich mir die erste Skizze. Trixilie freute sich so sehr, dass jemand sie gezeichnet hatte, dass sie es jedem zeigen wollte. Daher bot ich ihr an, die Zeichnung für jeden der sie haben möchte als Download anzubieten. (Nachtrag November 2016: Der Shop ist nun endlich online: Trixilie.etsy.com)

 

Also freu Dich auf nächsten Dienstag, wenn ich Dir wieder die neusten, skurrilen, lustigen und philosophisch angehauchten Geschichten über die kleine Fee Trixilie erzähle und auf Donnerstag, denn dann kannst Du das Interview mit Trixilie lesen.

Liebe Grüße

Unterschrift

P.S. von Trixilie: Esse Regenbögen

P.P.S von Bea: Das kläre ich nächste Woche auf… hoffentlich 😉

 

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