unsere verrücktesten Reiseerlebnisse in Großbritannien

Nico und Ina vom Blog Mit Kind im Rucksack fragen nach den verrücktesten Erlebnissen auf Reisen. Da wir gerade Großbritannien bereisen und schon einiges erlebt haben, wurde es mal Zeit die besten Geschichten zusammen zuschreiben 😉

 

Trixilie und ich erkunden nun seit 6 Monaten den Geschmack von Großbritannien. Neben all den unterschiedlichen Essen, Plätze und Menschen, hatten wir auch jede Menge lustige, überraschende und verrückte Reiseerlebnisse.

Wir haben Dir ja schon jede Menge über das Essen, die Plätze und Menschen in/von Großbritannien auf Patreon gezeigt. Es ist also Zeit auch über unsere verrücktesten Reiseerlebnisse zu berichten 😉

An wirklich jeden besuchten Ort hatten wir solch „Abenteuer“. Hier ist eine kleine Zusammenfassung unserer verrücktesten Erlebnisse:

Worcester: Unsere Reise fing im Dezember 2017 in Worcester an. Wir nahmen den Zug von London nach Worcester und es schien alles okay zu sein. Trixilie war in meiner Tasche versteckt (das ist was Feen gerne auf Reisen machen 😉 ) und ich hatte einen Fensterplatz. Also genoss ich den Ausblick auf die Landschaft. Jedoch mit jeder Station, die wir passierten, hatten wir mehr Verspätung. Am Ende hatten wir eine Verspätung von mehr als 30 Minuten. Eine Station vor unserem Zielbahnhof entschied sich die Zuggesellschaft die Reise zu beenden. Somit mussten alle aussteigen, denn der Zug für wieder zurück nach London. Mein Englisch war okay, aber ich war noch nicht alle britischen Akzente gewöhnt. Ich versuchte also irgendwie herauszufinden, wie wir zu unserem Zielbahnhof kommen konnten. Nachdem ich mit einigen Personen vom Zugpersonal gesprochen hatte, wusste ich endlich wie es weiter ging. Wir warteten 30 Minuten im Winter auf einem sehr windigen Bahnhof auf unseren Zug. Der Zug kam pünktlich und wir konnten unsere Reise zu unserem ersten Aufenthalt in Großbritannien fortsetzen. Später fand ichheraus, dass wir auch von dem besagten windigen Bahnhof zu unserem Aufenthaltsort hätten laufen können. Dieser Spaziergang hätte nur 10 Minuten gedauert… 🙂 Sei´s drum! Der Aufenthalt in Worcester war diese Reise wert 😉

Liverpool: Ja, schon wieder eine Zuggeschichte. Es ist aber die letzte – versprochen 😉 Auf unserem Weg nach Liverpool mussten mal wieder alle Passagiere eine Station vor der Endhaltestelle aussteigen. Dieses Mal hatten wir jedoch keine Verspätung. Bis heute weiß ich nicht, warum wir den Zug verlassen mussten. Der Schaffner sagte nur, dass wir den Zug zu verlassen haben. Naja, zumindest glaube ich, dass er das gesagt hat… er hatte einen sehr starken Liverpooler Akzent… Alle Passagiere (der Zug war voll) quetschten sich dann auf einen winzig kleinen Bahnsteig. Es war kalt und niemand wusste irgendetwas. Also warteten wir. Nach 10 Minuten kam ein neuer Zug, der nur halb so groß war und in dem auch schon ziemlich viele Passagiere drinnen saßen. Die Leute fingen an in Richtung Zug zu laufen. Trixilie und ich waren in der Mitte der Menschenmenge, somit wurden wir mit in den Zug geschoben – wir hatten keine Chance zu entkommen. Wahrscheinlich kannst Du Dir vorstellen wie „angenehm“ das war. Ich hatte meinen großen, schweren Rucksack auf dem Rücken und den kleinen Rucksack auf meinem Brustkorb, umgeben von sehr nahen Menschen… Zumindest fuhr der Zug… naja… für 5 Minuten… dann stoppte er und wir warteten EINE Stunde bis der Zug endlich weiter fuhr und wir endlich unseren Zielbahnhof erreichten. Nach dieser Zugfahrt hatten wir eine tolle Zeit in Liverpool, mit gutem Essen, schönen Plätzen und lustigen Erfahrungen mit dem Liverpooler Akzent 😉

Bristol: Dieses Mal ist es keine Zuggeschichte, dafür aber eine Hotelzimmerfenstergeschichte. Auf unserer Reise sind wir ab und zu in Hotels für ein paar Tage. Jedes Mal sind wir von Neuem über die zugigen Fenster in Hotelzimmern überrascht. Meistens ist das aber okay für uns, wir schließen die Vorhänge und alles ist gut – außer in Bristol. Wir übernachteten in einem sehr windigen Zimmer für 5 Tage. Zuerst schlossen wir die Vorhänge und dachten, damit sei alles gut. Nach ein paar Minuten bemerkten wir, dass sich die Vorhänge ziemlich stark durch den Wind von draußen bewegten (Ja, das Fenster war geschlossen). Wir stellten fest, dass zwischen dem Fenster und dem Rahmen ein großer Abstand war (ich konnte meinen Finger in diesen Spalt stecken). Nach einem Gespräch mit dem Hotelpersonal, wussten wir, dass alle Hotelfenster wie unseres aussahen, dass das Hotel komplett ausgebucht war und dass das Fenster sicher war… Naja, also machten wir das Beste daraus. Wir nahmen ein sehr großes Handtuch, stopften es zwischen Fenster und Rahmen (die Vorhänge bewegten sich zwar noch, aber nicht mehr ganz so doll) und schoben das Bett (es hatte Räder) auf die andere Seite des Zimmers zur Heizung. Wir nannten es Indoor-Camping und genossen unsere Zeit in Bristol.

Bath: Diese Geschichte ist eher eine niedliche Geschichte. Am 5. Jeden Monats schicken Trixilie und ich handgeschriebene und selbstgezeichnete Ausmal-Postkarten an unsere Patronen. Also brauchten wir Briefmarken und besuchten einen Postschalter an einem Samstag. Die Dame vom Postschalter sah uns, rannte gerade Wegs zu uns und fing an zu erzählen. Den ganzen Tag über waren nur ein paar Leute im Postschalter und ihr war so langweilig, da sie nichts zu tun hatte. (sie sagte, das sei typisch für einen Samstag in diesem Postschalter). Daher war sie sehr glücklich uns zu sehen. Wir kauften Briefmarken und verbrachten fast eine Stunde in dem Postschalter. Was für eine herzliche Person. Wir unterhielten uns über Bath. Sie sagte uns ihre Lieblingsplätze, die wir auch anschließend nur zu gerne besuchten 🙂

Leeds: Nach einer sehr langen Reisebusfahrt, erreichten wir das Stadtzentrum von Leeds. Unser neuer Aufenthalt war am Rand von Leeds und nach solch einer langen Busfahrt wollten wir ein Taxi nehmen… zumindest versuchten wir es… Wir kamen aus der Reisebus-Haltestelle und liefen direkt zu dem ersten Taxi, das wir sahen. Der Taxifahrer trug einen weißen Turban, der im Sonnenlicht sehr hell strahlte – so wie sein Lächeln. Wir gaben ihm einen kleinen Zettel auf dem die Adresse von unserer neuen Unterkunft stand und fragten ihn, ob er uns dorthin fahren könnte. Er antwortete “Yes, Jureet!”. Ich stellte mich als Bea vor und fragte ihn, wie lange die Fahrt dauern würde. Er antwortete wieder “Yes, Jureet!”. Ich war etwas irritiert. Er wieder “Yes, Jureet!”. Da ich immer noch irritiert war, lief er mit mir zu einem andern Taxifahrer, gab ihm meinen Zettel und sprach mit ihm über die Route. Jetzt war ich richtig irritiert. Nach ein paar Minuten sagte „mein“ Taxifahrer “Heereet! Go in car! Heereet!”. Noch immer irritiert packte ich mein Gepäck, Trixilie und mich in das Taxi und wir fuhren los. Während ich im Taxi saß, fing ich an es zu verstehen… Ich glaube, er meinte “You read” und nicht “Jureet”… Ich fühlte mich so schlecht, dann musste ich über mich selbst lachen und fühlte mich wieder schlecht… Naja, Sprachen können manchmal ganz schon tricky sein 😉 Sei´s drum! Der Aufenthalt in Leeds war großartig und Trixilie und ich genossen Leeds und seine schöne Umgebung 🙂

 

Selbst wenn ein paar dieser Situationen ein klein wenig schwierig waren, bin ich sehr glücklich über sie. Sie wendeten sich in großartige Lektionen und Geschichten und ich möchte sie nicht missen 🙂

Das war gerade mal die erste Halbzeit unserer Reise. Jetzt sind wir in Tunbridge Wells und genießen die Zeit in dieser kleinen Stadt. In ein paar Wochen werden wir zu unseren nächsten Aufenthalten reisen. Wer weiß welch verrückte Reiseerlebnisse wir dann haben werden 🙂

Wenn Du unsere Reise mit verfolgen möchtest und sehen möchtest wie das Ausmal-Rezepte-Buch „Trixilie kostet Großbritannien“ entsteht, dann klicke hier –> Klick!

Herzliche Umarmungen und Küsse

Trixilie & Bea

Ein Kommentar, sei der nächste!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.